Regionale
Schutzzonen und Zentren für die Bearbeitung von Asylanträgen
Die
Minister des Rates für Justiz und Innere Angelegenheiten forderten
auf ihrem Treffen im März 2003, daß die Europäische
Kommission eine Machbarkeitsstudie zu einem Plan durchführen
sollte, der vom Vereinigten Königreich, den Niederlanden und
Dänemark vorgebracht worden war, und der vorsieht, "Transit
Zentren" außerhalb der Europäischen Union einzurichten,
in denen Anträge auf Asyl bearbeitet werden sollten, und über
die Ergebnisse dieser Studie im Juni 2003 zu berichten. So könnte
noch vor Ende des Jahres mit der Umsetzung des Planes begonnen werden.
In
dem Plan wird vorgeschlagen, "Regionale Schutzzonen" außerhalb
des EU-Territoriums einzurichten, in denen Asylsuchende ihre Ansprüche
vorbringen könnten. Sobald die Identität eines Asylsuchenden
festgestellt worden sein würde, könnte er/sie in eine
"Regionale Schutzzone" geschickt werden, bis im Heimatland
wieder Stabilität eingekehrt ist. Asylsuchende könnten
dorthin geschickt werden, ohne daß zuvor über die Aussichten
Ihres Anspruches auf Schutz beschieden wurde.
Der
Zugang zu einer "Regionalen Schutzzone" wäre für
jeden Asylsuchenden offen, der dort Schutz suchen wollte. Somit
müßten sie keine großen Summen an Menschenschmuggler
zahlen, um nach West-Europa gebracht zu werden. Jene, die vom UNHCR
als Flüchtlinge anerkannt worden wären, würden dann
warten, bis ein Aufnahmeland gefunden werden kann, wobei die Aufnahme
von Asylsuchenden eine gemeinsame Verantwortung aller EU-Mitgliedsstaaten
wäre.
Wenn
Flüchtlinge auf die "Wiedereinstellung von Stabilität
im Heimatland" oder darauf, daß ein EU-Mitgliedsstaat
seine Verantwortung für sie annehmen würde, warten müßten,
dann könnte dies zu sehr langen Wartezeiten führen. Es
ist nicht ausszuschließen, daß Menschenschmuggler und
andere Kriminelle diese "Regionalen Schutzzonen" infiltrieren
könnten, wie es bereits in anderen Flüchtlingslagern geschehen
ist.
Es
wird gesagt, daß die "Regionalen Schutzzonen" eine
hinreichende Sicherheit und Schutz bieten müssen, um den Anforderungen
von Artikel 3 der Europäischen Konvention für Menschenrechte
zu genügen, der eine inhumane oder erniedrigende Behandlung
verbietet. So weit es möglich ist, sind Gelegenheiten für
Fortbildung und Beschäftigung zu schaffen. Es sieht nicht so
aus, als sei dies für Asylsuchende und Flüchtlinge, die
in westlichen Gesellschaften leben, einfach umzusetzen. Ich frage
mich, wie dies in einer speziellen Schutzzone gewährleistet
werden könnte.
Die
geographische Zuordnung bestimmter Gruppen könnte ein Thema
werden. Kurdischen Asylsuchenden könnte ein befristeter Schutz
in der Türkei, in Iran oder Irak gewährt werden. Somalis
aus dem Süden könnten in den Norden geschickt werden,
Algeriern könnte ein sicheres Heim in Marokko angeboten werden.
Würden "Regionale Schutzzonen" nur in solchen Ländern
eingerichtet werden, in denen Gesetze und Menschenrechte auf akzeptablem
Niveau eingehalten werden? Könnten sie sich in Regionen befinden,
die selbst arm sind? Und was würde dies für Auswirkungen
haben? Die besonderen Schutzbedürfnisse von Frauen und unbegleiteten
Minderjährigen werden nicht erwähnt. Die Pläne schweigen
sich darüber aus, was mit zurückgewiesenen Asylsuchenden
geschehen soll - werden sie aus dem Transitzentrum verwiesen oder
aus der ganzen Region, in der sich dieses befindet?
Der
Plan des Vereinigten Königreiches, bekanntgegeben im Mai 2003,
scheint Interesse in anderen Ländern gefunden zu haben (den
Niederlanden und Dänemark), mit denen das Vereinigte Königreich
darüber im Dialog gestanden hat, sowie von Ländern, die
daran interessiert sind, Gebiete zur Verfügung zu stellen (es
wird nicht gesagt, welche Länder dies sind). Die Regierung
des Vereinigten Königreiches vertritt die Ansicht, daß
der Plan in Übereinstimmung mit der Genfer Konvention ist,
da diese kein Land dazu verpflichtet, einen Asylsuchenden auf seinem
Territorium zu dulden, während über den Antrag noch beschieden
wird.
Die
dänische Ragierung hat einen eigenen Vorschlag entwickelt,
der den Vorstellungen Australiens sehr nahe kommt, einem Land, daß
afghanischen Bootsflüchtlingen das Anlanden verweigerte und
diese nach Nauru und Papua Neu-Guinea schickte, um dort ihre Anträge
zu prüfen.
Dänemark,
die Niederlande und das Vereinigte Königreich hielten im April
2003 ein Treffen über Transit Zentren ab, an dem Regierungsvertreter
aus Australien und den USA teilnahmen, zwei Ländern, die bereits
Asylanträge außerhalb ihrer Territorien bearbeiten, sowie
Vertreter vom UNHCR. Den britischen Vorschlag kommentierend äußerte
UNHCR Europa die Auffassung, daß sich die vorgeschlagenen
Transit Zentren auf "offensichtlich unbegründete"
Anträge beschränken würden.
In
diesem Zusammenhang hat UNHCR seinen eigenen Vorschlag. Ruud Lubbers,
Hoch-Kommissar der Vereinten Nationen für Flüchtlingsfragen,
führte seine "Convention Plus"-Initiative beim EU-Rat
für Justiz und Innere Angelegenheiten ein, und sprach dabei
das Thema der Teilung von Lasten und Verantwortung zwischen den
Mitgliedsstaaten an. Er schlug vor, daß die Mitgliedsstaaten
der Europäischen Union ihre Kapazitäten für das Bearbeiten
von Anträgen in geschlossenen Empfangszentren für als
Wirtschaftsflüchtlinge eingestufte Antragsteller bündeln
sollten. Dort würden Anträge durch EU-Teams bearbeitet
werden, Anträge vereinfacht und mit Hilfe der UNHCR gestellt
werden. Ferner könnte Entwicklungshilfe zielgerichtet solchen
Ländern zukommen können, die große Flüchtlingsströme
über vertraglich zugesicherte Zeiträume aufnähmen,
gemäß einem Konzept namens "Entwicklungshilfe für
Flüchtlinge" (Development Assistance for Refugees - DAR).
Dieses würde einen integrierten Ansatz für die Repatriierung,
Reintegration und Wiederaufbau mit der DLI-Initiative verbinden
(Entwicklung durch lokale Integration - Development through loval
integration).
Anita
Wuyts
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Terror:
Eine Gewaltlose Antwort
QCEA plant
ein Projekt zu diesem Thema das sowohl auf Europa beschränkt
sein kann als auch die USA und Kanada mit einbeziehen könnte.
Die Fragen und Herausforderungen, die wir uns stellen sind:
- Was
ist unsere Reaktion auf den Krieg gegen Terror’ der nach
dem 11. September 2001 zum Tagesthema wurde; warum wurde dieses
Ereignis zur Ursache dieser Thematik und nicht viele andere frühere
Terrorangriffe? Wie reagieren verschiedene Glaubensgemeinschaften
darauf? Was für Folgen hat das für pluralistische Gesellschaften?
- Die
Tatsache des Terrorismus bedarf einer Antwort für diejenigen,
die gewaltlos handeln wollen und dennoch klar darüber sind,
daß wir uns überlegen müssen, wie wir mit dieser
Tatsache leben können.
- Wenn
wir dazu geführt fühlen uns dem Zeitgeist entgegenzusetzen,
wie Generationen von Freunden es vor uns getan haben, dann müssen
wir bereit sein, „unpopulären“ Positionen in
einfachen Worten laut und klar Stimme zu geben.’ Eine Aufforderung
von unserem dänischen Freundes Michael Larsen.
Wir
werden also versuchen die folgenden Ziele zu erreichen:
- Freunde
und andere zu Diskussionen über den Krieg gegen Terror und
dessen Auswirkungen auf die internationale Sicherheitspolitik
zusammenzubringen.
- Freunde
und andere zu Diskussionen über ihrer eigenen Reaktionen
auf das Terror- und Gewaltrisiko und deren Behandlung in den Medien
zusammenzubringen und zu erforschen wie man darauf gewaltfrei
eingehen könnte.
-
Die Ergebnisse dieser Dialoge von verschiedenen Orten in Europa
zusammenziehen und internationalen Institutionen, nationalen Regierungen,
internationalen Medien und die Öffentlichkeit auf diese Ergebnisse
aufmerksam zu machen.
Die
wesentlichen Phasen der Projektentwicklung sind
Finanzierung, Vorbereitung von Materialien und Identifizierung von
interessierten Quäkergruppen in Europa,.
Die
wesentlichen Phasen des Projektes sind Einführungsseminare,
Vorbereitung der Materialien, die Diskussionsphase mit ca. 5 bis
6 Treffen der örtlichen Diskussionsgruppen, ein Seminar um
die Ergebnisse der Diskussionen zusammen und daraus Schlüße
zu ziehen, die Erstellungen eines Projektberichtes und eine Konferenz.
Dieses
Projekt hängt völlig davon ab, daß QCEA genügend
Finanzmittel von Stiftungen und anderen möglichen Quellen (Regierungen,
z.B.) identifiziert und bekommt um die nicht unerheblichen Kosten
eines solchen Projektes zu decken.
Wir
bitten Freunde in Europa mit uns in Kontakt zu tretten um uns mitzuteilen
-
Ob Ihr daran interessiert seit Euch an diesem Projekt als örtliche
Gruppe zu beteiligen (geht davon aus daß dies nicht vor
2004 geschehen wird.
- Ob
Ihr Materialien (Artikel, Bücher oder andere Veröffentlichungen)
habt die als Grundlagen für diese Diskussionen nützlich
sein könnten.
- Ob
Ihr etwas über mögliche Quellen für finanzielle
Mittel für dieses Projekt wißt.
Bitte
schreibt an Martina Weitsch, QCEA, mweitsch@qcea.org
Martina
Weitsch
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Welthandelsorganisation
(WTO) und Entwicklungspolitik
Der Handel
kann bei den Entwicklungsstrategien eine wichtige Rolle spielen. Den
Entwicklungsländern muss ein politischer Spielraum gelassen werden,
damit sie Entwicklungsstrategien durchführen können, und
das wird durch den stetig wachsenden Umfang des Aufgabenbereichs der
Welthandelsorganisation bedroht. Die
Handelspolitik ist nur ein kleiner Teil des Arsenals an politischen
Instrumenten, das Entwicklungsländer benötigen, um einen
wirkungsvollen Entwicklungsplan zu erstellen. Zunehmend fallen auch
Bereiche unter den Aufgabenbereich der Welthandelsorganisation,
die nur lose mit dem Handel zu tun haben. Das hat bedeutsame Auswirkungen
auf die Fähigkeit der Entwicklungsländer, ihre eigenen
Entwicklungsstrategien ungehindert zu formulieren. Es ist klar,
dass viele Entwicklungsländer dringend fremdes Kapital aus
Handel und ausländischen Investitionen benötigen. Der
wirkliche Wert für die Entwicklung zeigt sich aber erst an
dem Ausmaß, in dem diese Investition und das Kapital auf die
einheimischen Sektoren gerichtet sind, so dass diese schließlich
auf dem Weltmarkt konkurrieren könnten.
Es
ergibt sich folgende Frage: Erlaubt die Liberalisierung des Handels
und anderer Gebiete unter dem Mandat der Welthandelsorganisation
und der damit verbundene Wettbewerb auf dem Weltmarkt eine Entwicklung
besonderer Sektoren, auf denen die Entwicklungsländer das Potential
haben, schließlich im Welthandel konkurrenzfähig zu sein?
Es
wäre sinnvoll, wenn den Regierungen der Entwicklungsländern
erlaubt wird, Ausführungsansprüche an die ausländischen
Investoren zu stellen und so einige ihrer sich in Entwicklung befindlichen
Sektoren zu schützen, um sie zur Reife kommen zu lassen, ehe
sie der harten Konkurrenz auf den Weltmärkten unterworfen werden.
Die von den Entwicklungsländern aufgestellten Ausführungsbestimmungen
könnten Steueranreize, gezielte Subventionen oder Schutzmechanismen
umfassen, die garantieren, dass die heimische Wirtschaft von den
ausländischen Investitionen profitiert. Im Zollbereich könnten
die Entwicklungsländer höhere Zölle nutzen, um in
Entwicklung befindliche Sektoren zu schützen, um sie dann auf
dem Weltmarkt konkurrieren zu lassen, wie das viele der heute entwickelten
Länder in der Anfangszeit ihrer Entwicklung taten.
Während
GATT (das Allgemeine Zoll- und Handelsabkommen - der Vorläufer
der Welthandelsorganisation) sich nur auf den Handel mit Waren bezog,
weitete sich die Welthandelsorganisation zunehmend aus auf Gebiete,
die weniger und weniger eng mit dem Handel verbunden sind; Gebiete
jedoch mit verstärkt besorgniserregenden Auswirkungen auf die
Entwicklungspolitik. Eine heiße Diskussion ist entbrannt,
ob die "neuen Themen" Gegenstand der WTO (Welthandelsorganisation)-
Verhandlungen sein sollen.
Die
"neuen Themen" umfassen Bereiche wie Wettbewerbsvorschriften,
Investitionsvorschriften, Regierungsbeschaffungsmaßnahmen
und Handelserleichterungen (die beim Grenzübertritt benötigten
Papiere und die damit verbundenen Prozeduren). So kann man zum Beispiel
bei Investitionen beobachten, wie die Regeln der Welthandelsorganisation
auf diesem Gebiet die Möglichkeit bieten, den Regierungen der
Entwicklungsländer einen immer geringeren politischen Spielraum
zu gewähren. Die Regierungen der Entwicklungsländer könnten
beabsichtigen, den heimischen Unternehmen, die in Ausbildung investieren,
besondere Anreize wie Steuererleichterungen anzubieten, was aber
gegen die WTO-Regel der Gleichbehandlung von ausländischen
wie inländischen Unternehmen verstoßen würde. Sie
könnten dann dagegen eine Beschränkungmit der Aufstellung
einer Positivliste erreichen, mit der jedes Land Sektoren seine
Wirtschaft anbietet. Da jedoch die Aufstellung einer Positivliste
Teil eines Einzelprojekts bilden würde (wohingegen alle WTO-
Verträge als Einheit angesehen werden), gerieten die Entwicklungsländer
höchstwahrscheinlich in jeder Verhandlungsrunde unter großen
Druck, solche Beschränkungen zurückzunehmen oder die entwickelten
Länder zu "entschädigen", indem sie ihnen Vorteile
auf anderen Gebieten des Einzelprojekts einräumen. Auf diese
Weise würde die Aufnahme von Investitionen in die Welthandelsorganisation
den Spielraum für Entwicklung höchstwahrscheinlich untergraben.
Deshalb sollte die EU nicht darauf drängen, dass die "neuen
Themen" in das Mandat der Welthandelsorganisation aufgenommen
werden.
Owen
Espley
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Das
Programm Europäischer Sozialpolitik: Drei Jahre sind vergangen
Im
Juni 2003 veröffentlichte die Europäische Kommission ihren
Zwischenbericht über das Sozialpolitik-Programm, welches einen
weiten Rahmen für Maßnahmen zur sozio-ökonomischen
Politik der Gemeinschaft zwischen 2000 und 2006 liefert. Dieses Programm
konzentriert sich auf eine Zunahme der Teilhabe am Arbeitsmarkt, insbesondere
für Frauen und marginalisierte Gruppen der Gesellschaft (beispielsweise
Behinderte, ethnische Minoritäten etc.), sowie die Modernisierung
der europäischen Wohlfahrtsstaaten, um deren finanzielle Nachhaltigkeit
sicherzustellen und sie in die Lage zu versetzen, aktuelle und neu
aufkommende soziale Risiken anzugehen (beispielsweise als Folge demographischer
Veränderungen in der europäischen Gesellschaft und wirtschaftlichem
Strukturwandel). Die vergangenen drei Jahre der Entwicklung einer
europäischen Sozialpolitik waren anfangs ambitioniert und von
Optimismus gekennzeichnet, der nach und nach aber als Folge ökonomischer
Entwicklungen und politischem Vorsatz in sich zusammengefallen ist.
Im
März 2000 vereinbarten die Staats- und Regierungschefs der
EU auf ihrem Treffen in Lissabon die Entwicklung einer qualitativ
hochstehenden, wettbewerbsfähigen Wirtschaft und Gesellschaft,
basierend auf "mehr und besseren Jobs", den Kampf gegen
die Armut und soziale Ausgrenzung, lebenslanges Lernen und die sog.
E-Ökonomie voranzutreiben. In einer Europäischen Union,
deren Ausrichtung hauptsächlich auf die Ökonomie und Integration
der Märkte abzielt, bekannten sich die Mitgliedsstaaten erstmals
offen dazu, sicherzustelen, daß die europäische Sozialintegration
mit derselben Kraft verfolgt würde wie die wirtschaftliche
Integration. Aufbauend auf früheren Erfahrungen auf dem Gebiet
der Beschäftigungspolitik , stimmten die Staatschefs darin
überein, eine neue Form politischen Handelns zu entwickeln
- die sogenannte Offene Methode der Koordinierung (OMC) -, die auf
der Koordinierung nationaler Politik durch gemeinsame europäische
Richtlinien und zwischen-staatlichem Lernen basiert anstatt auf
der Entwicklung einer europäischen Gesetzgebung. Es war beabsichtigt,
daß die Ausarbeitung von jährlichen und zwei-jährlichen
Arbeitsprogrammen für Themen wie der Beschäftigung, sozialer
Einbindung, Berufsausbildung und Ruhestand eine breitere Gruppe
von Menschen und Organisationen auf lokaler, nationaler und europäischer
Ebene einbinden würde.
Trotz
einiger Fortschritte erweist es sich als schwierig die Hauptziele
zum Thema Beschäftigung unter den gegenwärtigen ökonomischen
Bedingungen, unter denen der Armutsstand auf unakzeptablen Höhen
verbleibt, zu erreichen. Die Kommission betont, daß die Qualität
von Arbeitsplätzen (in Bezug auf Bezahlung, Arbeitszeit und
Arbeitsbedingungen) wesentlich ist, wenn Armut und soziale Einbindung
erfolgreich angegangen werden sollen.
Überdies
muß noch viel mehr getan werden, wenn die ambitionierte Absicht,
breitere Schichten der Bevölkerung mit in den Prozeß
der politischen Willensbildung mit einzubeziehen, erfolgreich sein
soll. Während Unterschiede zwischen den Ländern bestehen,
zeigen jüngste Untersuchungen, daß nationale Maßnahmen
in den meisten Fällen ohne Konsultationen mit Nichtregierungsorganisationen
und den Sozialpartnern (d. h. den Arbeitgebervereinigungen und den
Gewerkschaften) entworfen werden. Der Mangel an Information der
Bürger, ganz zu schweigen von Beteiligung, ist besorgniserregend
in einer Zeit, in der Änderungen in der nationalen Sozialpolitik
und den Wohlfahrtstaaten Ursachen für hitzige Debatten und
zivilen Protest in vielen europäischen Ländern sind.
Die
Entwicklung europäischer Politik für solch entscheidende
Themen muß auf allen Ebenen auf partizipatorischer Demokratie
basieren und in Prinzipien der sozialen und ökonomischen Gerechtigkeit
gegründet sein, wenn eine moderne und nachhaltige Zukunft der
Wohlfahrt erreicht werden soll.
Mehr
Infomationen hierüber gibt es im Internet unter der Adresse:
http://www.europa.eu.int/comm/employment_social/index_de.htm
Judith
Kirton-Darling, Stellvertretende Schreiberin, QCEA
Zum
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